Kategorie: Archiv

best off …

In meiner Kindheit begann ich bereits damit. Ich tat alles, was ich liebte und mit dem ich etwas Besonderes verband in einen kleinen roten Koffer. Damit jeder in meiner Familie wusste, dass es meiner war, klebte ich eine Minnie Mouse, ausgeschnitten aus einem Comic meiner Schwester, darauf. Darin befand sich (so meine Erinnerung bis heute), mein Hase Fritz mit losem Kopf, da ich unbedingt mal sehen wollte, wie Fritz innen aussah. Eine leere Plastikhülle von meinem geliebten Balla-Eis. Der Kaugummi klebte noch ganz unten, denn ihn wollte ich mir für schlechtere Zeiten aufheben. Weiter befand sich darin ein Freundschaftsring aus dem Kaugummiautomaten, den mir meine allerbeste Freundin schenkte. Und viele kleine Zettelchen, aber da weiß ich nicht mehr, was darauf war. Und natürlich ganz viel vom schönen bunt glänzenden Bonbon-Papier, meiner geizigen nicht geliebten Oma. Wenn ich mit meiner Mutter in Streit geriet und das geschah sehr oft, schnappte ich mir diesen Koffer und schrie ihr wütend entgegen: Ich wandere aus! Du siehst mich nie nie wieder!  Mehr als diesen Koffer brauchte ich damals schon nicht. Real lief ich damit um die Ecke zu meiner wirklichen Oma.

Aus diesem kleinen Koffer ist mittlerweile eine gut gefüllte Lebenskiste geworden, die alle meine Umzüge überlebte. Vor der zweiten Hirn-OP sagte ich zu meiner Freundin, wenn ich jetzt dabei draufgehe, muss die Asche dieser Kiste unbedingt mit in die Urne, damit mein ganzes Leben bei mir bleibt und ich, wo auch immer, mich an diese Momente erinnern kann.

Als ich am 03. Mai 2011, am Abend vor meiner ersten Hirn-OP auf dem Balkon saß, wusste ich, dass dieser Abschnitt des Lebens unwiderruflich vorbei war. Dieses Leben – diese Petra war jetzt Geschichte und die endete am 03. Mai 2011 nach 47 Jahren auf dem Krankenhausbalkon. Nach der OP gab es nur noch ein VOR dem Gehirntumor und ein NACH dem Gehirntumor. Was ich dabei damals allerdings nicht in Betracht zog, war das Höllenszenario DAZWISCHEN! Ich saß da auf diesem Balkon, völlig im Reinen mit mir und dachte, was habe ich verpasst, wenn es morgen auf dem OP Tisch endet? Afrika! Ich wollte immer nach Afrika. Gleichzeitig dachte ich: Ach scheiß drauf. Ich habe über Jahre afrikanischen Tanz bei Adja getanzt. Und gefühlte 100 Mal Jenseits von Afrika geschaut. Mehr Afrika geht sowieso nicht. Bis heute war ich nicht in Afrika 🙂

Meine Schätze sind keine materiellen. Es sind Schätze des Herzens und Lebens. Uns kann im Leben alles genommen werden – mir ist in den letzten Jahren alles genommen worden. Über Jahre hatte ich nichts, außer einen starren Blick auf einen fixen Punkt an der Wand, damit der Drehschwindel mich nicht um den Verstand brachte. Aber diese kostbaren Momente konnte mir niemand nehmen. Jede einzelne Zelle im Körpers hatte sie in sich gespeichert. Und sie halfen mir in diesen Zeiten beim Überleben! Manchmal liegt viel Schutt darauf und sie verlieren an Leuchtkraft. Fürs Freischaufeln ist dann meine Kiste da, denn wenn ich diese meine autobiografische Petra-Lebens-best-off-Kiste öffne, wird es mir sofort warm ums Herz und ich weiß, ich wurde und werde vom Leben geliebt.

Jeder sollte so eine „best off“ Lebenskiste haben!

Es ist auch nicht so, dass man für solche Momente, was ich Leben nenne, keinen Preis zahlt, verantwortungslos und auf Kosten der anderen durchs Leben rennt. Sich nimmt was einem guttut oder wie man heute so gerne sagt, einem zusteht und dann weitermarschiert oder wegschaut, wenn es unangenehm wird. Diese Momente sind durch und durch freiwilliger Natur,  verbunden mit einer großen Portion Verantwortung, Wertschätzung, Respekt und Achtsamkeit dem andern oder der Welt gegenüber, damit die Kostbarkeit des Moments nicht beschädigt wird. Ohne den Preis der Unsicherheit und der Angst vorm scheitern, bedingungsloses Vertrauen ins Leben und Mut gehts nicht. Ich habe viel gezahlt, gerne gezahlt und draufgezahlt, aber egal wie hoch der Preis auch war, ich würde es immer und immer wieder tun: Mich auf diese Momente einlassen.

Letzte Woche war Zahltag. Oft verschoben, aber diesmal konnte ich mich nicht weiter selbst belügen und davor drücken. So begann ich damit, meinen längst überfälligen Preis endlich zu zahlen. Ein Teil der Begleichung davon befand sich in meiner Lebenskiste. Während der Suchaktion in dem chaotisch angehäuften Sammelsurium bin ich auf so viele schöne Briefe, Fotos und Erinnerungen gestoßen, sodass ich völlig die Zeit und den Grund für das Hervorholen der Kiste vergaß. Ich schüttete die Kiste komplett auf meinem Bett aus. Setzte mich mit zwei Tafeln Schokolade dazu und betrachtete mein Leben. Ich begriff, dass ich viel viel mehr als nur die letzten 9 Jahre war. In mir wohnt ein wunderbar wildes, freies und aufregendes Leben. Das Horror-Dazwischen steuert dem Ende entgegen und es wird ein danach geben.

Auf dem Weg aus meinem emotionalen Loch nach oben Richtung Licht erinnerte ich mich an eine Mitstreiterin aus meiner Chemozeit. Als ich am 01. Juli letzten Jahres meine letzte Antikörperspritze bekam und auf dem Nachhauseweg auf sie traf, saß sie fröhlich mit den Händen gestikulierend und ausgelassen lachend mit ihrer Freundin auf einer Bank neben dem Ausgang in der Sonne. Sie rief mir zu, umarmte und drückte mich fest an sich, freute sich mit offenen strahlenden Augen für mich, dass ich es geschafft hatte, und meinte zum Abschied: Petra, lauf für mich, für uns alle hier! Für die, die es nicht schaffen. Ich werde dann nicht mehr da sein. Aber so bin ich dann doch mit dabei!

Ja, ich werde laufen. Oder besser ausgedrückt: Ja, ich werde wieder laufen. Denn in den letzten Monaten ging gar nichts und ich habe mit dem Gedanken gespielt, dieses ganze Vorhaben einfach stumm und leise einzustampfen, weil völlig albern, blöd und schaffe ich sowieso nicht!

Ich tue es für uns! Und dafür, dass wir immer wieder daran erinnert werden, wie schnell das Leben radikal und ohne Vorwarnung die Richtung ändern kann.

Mein DANACH wird ein völlig anderes sein, als das DAVOR und das DAZWISCHEN. Aber ich bleibe ja immer noch ich! Und das macht mich aus. Das Leben will gelebt werden. Und ich werde es endlich angehen: Dieses neue und bestimmt völlig andere Leben. Schritt für Schritt.

Ich bin gespannt und es gibt Momente, da freue ich mich sogar darauf!

 

 

 

By By Happy Pills :-)

Nach meiner zweiten und erfolgreichen Hirn-OP im Oktober 2011 wurde mir beim Entlassungsgespräch in einem Ton aus Strenge und Milde mitgeteilt: Sie müssen mit dem Drehschwindel, mit der ständigen Übelkeit, mit den neuropathischen Schmerzen in der gesamten linken Körperhälfte, mit den Gleichgewichtsstörungen und der Gefühlslosigkeit in den meisten Extremitäten leben lernen. Der letzte Satz beinhaltete: … bis ans Lebensende. Ab sofort sollte ich mit einer prall gefüllten  7-Tage-Tablettenbox, mit einem Pflegedienst und Rollator mein Leben bestreiten und das als Frau, die Spontanität, Unabhängigkeit und Bewegung über alles liebt.

Das war jetzt Realität, diese – meine körperliche Ausgangssituation für das Leben danach. Die Schulmedizin hatte für mich alles getan, was sie konnte. Sie rettete mir mehrfach das Leben. Deren Medikamentenauswahl und angebotenen Hilfsmittel sollten mir mein weiteres Leben etwas erträglicher machen. Ich hatte keinen Plan B!

Zu Hause angekommen, saß ich völlig losgelöst von Raum und Zeit auf meinem Sofa und starrte die gesammelten 100 Benzodiazepine der letzten 6 Monate auf meiner Kommode an. Jede noch so kleine Bewegung löste Drehschwindel aus. Ich weigerte mich eine Behinderte zu sein. Daher blieb ich einfach ganz still sitzen. Wie die drei Affen: bloß nichts hören, nichts sehen, nichts fühlen!

Ich war einfach nicht in der Lage, die Vorschläge meiner Ärzte anzunehmen. Das geschah nicht aus dummer Arroganz der Schulmedizin gegenüber, oder weil ich es besser wusste. Tat ich nicht! Meine panische Angst war der Motor dieser Entscheidung. Ich fühlte, wenn ich mich darauf einlasse, werde ich bis ans Ende meines Lebens in diesem Behinderten-Gefängnis festsitzen. War ich bereit diesen Preis zu zahlen? Mein Verstand und meine Seele wussten sich und mir nicht zu helfen. An einem Tag brach dann alles in sich zusammen. Also stellte ich mich vor die Wahl: 100 oder eine.

„So begann meine 9-jährige Happy Pill Karriere!“

Als Filmheldin eines Hollywoodstreifens konnte ich in den kommenden Jahren nun wirklich nicht punkten. Was folgte waren demütigende, wütende und ohnmächtige Zeiten. Denn ich war in allem, was ich tat, extrem langsam. Der Schwindel wurde zum täglichen Begleiter. Meine Kopf- und Nervenschmerzen brachten mich an die Grenzen. Mehr als die Hälfte meines Körpers war völlig gefühllos. Meine Füße traten ins Leere. Da ich ständig stolperte, hin- und umfiel, zog ich mir täglich unzählige blaue Flecken und Wunden am ganzen Körper zu. In diesem Zustand behinderte ich die Umwelt da draußen auf deren Gehweg, beim Überqueren der Straße oder beim Einkaufen. Für die anderen gab ich das Bild einer Volltrunkenen ab, grün und blau am ganzen Körper, die ausladend hin und her schwankte. Sie waren gnadenlos in ihrem Urteil und beschimpften den Störenfried oft lautstark und beleidigend: Mich! Wenn ich von Ärzten oder Freunden auf meinen selbst gewählten Lebensstil angesprochen wurde und sie meinten, ich sollte doch endlich die nötige Hilfe für mein Leben annehmen, die Behinderung akzeptieren und damit leben lernen, schrie ich sie an:

„Eher springe ich von der Brücke!“

Bis ins Frühjahr 2018 war mein Leben eine Endlosschleife andauernder Katastrophen. War ein Brandherd gelöscht, tat sich mit Sicherheit ein Neuer auf.  Zu der Welt da draußen gehörte ich schon lange nicht mehr. Auch sie verhielten sich mir gegenüber wie die drei Affen: bloß nicht hinhören, nicht hinsehen, nicht fragen, kann ich helfen.

Trotz allem erhöhte ich nie meine Dosis der Benzodiazepine, nahm nur herkömmliche Schmerzmittel, wenn es gar nicht mehr ging. Diesmal war meine Angst nicht der Motor der Entscheidung, sondern das Bremspedal Vernunft. Ich wollte kein unkontrollierter Tabletten-Junkie werden.

Die Diagnose Brustkrebs rettete mir meinen Arsch. Besser kann ich es echt nicht ausdrücken. Vom ersten Verdachtsmoment  am 02. März 2018 bis zur letzten Antikörperspritze am 1. Juli 2019 spürte ich seit über 7 Jahren wieder Lebendigkeit. Aus heiterem Himmel war da wirkliches und echtes Leben! Im Brustzentrum und in der Onkologie begegnete man mir mit Empathie und Menschlichkeit, was mich ständig in Tränen ausbrechen lies. Jetzt, da ich es endlich beenden könnte: Mein Leben! Einfach den Krebs lassen und tschüss! Und dann das! Bis heute mobilisieren sich schöne, helle und lebensfreudige, mir wohlgesonnen Zellen, die wollen das ich lebe. Woher meine Zellen die Kraft und Zuversicht hernehmen: Keine Ahnung aber schön!

Im Naturheilzentrum der Kliniken Esse Mitte lernte ich durch Vorträge, Ernährung, Sport und Yoga, wie ich meinen Körper neben der Schulmedizin wieder auf die Beine helfen kann. Grob umfasst ging es darum, die eigene Gesundheit mit natürlichen Mitteln bestmöglich zu mobilisieren.

So fand ich zum Yoga. Jeder, der mich kennt, weiß, Yoga entspricht absolut nicht meinem Naturell. Und trotzdem! Ich liebe es. Einfach aus der Tatsache heraus, dass mein Körper Yoga annimmt und ihm guttut. Er kann mittlerweile so viele Sachen, die ich überhaupt nicht mehr für möglich gehalten hätte. Z.B. meinen Kopf vorne rüberbeugen. Ich kann mich auch wieder flach auf den Rücken legen und in den Himmel schauen. Vor zwei Jahren: UNMÖGLICH!

Ich möchte aber auch endlich von meiner Tablettenabhängigkeit wegkommen. Traute mich bisher jedoch noch nicht daran. Schon mehrfach  hatte ich von CBD gehört. Meine Yogalehrerin hatte mir davon erzählt, aber auch die Schmerz- und Krebspatient*innen helfen sich damit über die Runden und das nicht mal schlecht.

Laut meiner Informationen sollte CBD nicht nur meine Symptome, wie die Nerven- aber auch normalen Schmerzen lindern, die Ängste flach halten, mir die Spannungen nehmen, sondern zudem die Leistung mein Abwehrsystem steigern. Die Nebenwirkungen bewegen sich in einem überschaubaren Rahmen.

Als ich mich endlich durch die vielen CBD Angebote vom Drogeriemarkt über Venlo und im Netz durchgearbeitet hatte, entschied ich mich für ein Bio zertifiziertes CBD Öl.

Und dann ging ich es an. Radikal, wie so oft in den letzten Jahren. Und absolut nicht nachahmungswert. Es gibt sicherere Wege zum Ziel. Ich hatte kein  Ausschleichen der Tabletten vorgesehen, sondern nahm einen beherzten Kopfsprung ins eiskalte Wasser. Das CBD Öl sollte mir dabei helfen, die Tabletten abzusetzen und die Entzugserscheinungen abzufangen, ohne, dass ich in die nächste Abhängigkeit reinschlitter.

Den körperlichen Entzug habe ich überstanden.  Zu Beginn war das mit dem CBD Öl eine ziemliche Herumprobiererei, bis ich meine Dosis gefunden hatte. Weil ich die fehlende Wirkung der Benzodiazepine ausgleichen wollte, war ich zunächst mit 3 x 3 Tropfen am Tag /Abend zu hoch dosiert. Mittlerweile habe ich meine Dosis gefunden. Aktuell nehme ich ein Mal pro Abend 2-3 Tropfen 12,0 % Öl. Manchmal vergesse ich es auch einfach.

Ich mache mir nichts vor. Jetzt erst fängt der eigentliche Weg aus der Sucht an. Nun gilt es, Strategien und Möglichkeiten finden, wenn Körper, Geist und Seele hochkochen. CBD kann die eigentlichen Problem nicht  lösen, mir nicht meine Flashbacks oder Panikattacken nehmen. Die innerliche Unruhe, meine Ängste und Tiefs werden ein Teil von mir bleiben. Die Seite der Medaille gehört genauso zu mir, wie meine Kraft, mein Humor und Zuversicht. CBD hilft mir jedoch dabei, dass sich meine Psyche und mein Körper besser entspannen können, was wiederum meine Schmerzen lindert und die Panik sich nicht ganz so breitmachen kann.

Der Anfang ist gemacht. Auf zu neuen Ufern.

Informationen

https://cbd-manufaktur.eu

 

 

 

FUCK IT – I’M ALIVE! Ausstellung vom 03.07. – 05.07.

Diesmal geht es nicht um mich, sondern um das Projekt von Marjorieth Sanmartin, Iris Edinger und Jazek PorallaFUCK IT – I’M ALIVE! Ein Fotoprojekt über innere Kraft und das (Über-) leben mit Brustkrebs“.

Vernissage:
Freitag, 03.07.2020 von 18–22 Uhr

Zeiten:
Samstag, 04.07.2020 von 11–20 Uhr
und Sonntag, 05.07.2020 von 11–18 Uhr

Ort:
FOU ZOO, Mülheimer Straße 18, 40239 Düsseldorf

Brustkrebs verändert alles. Für Betroffene und Angehörige ist die Diagnose ein Schlag. Das Leben hält den Atem an. FUCK IT – I’M ALIVE! zeigt das Leben mit und nach dem Krebs. Jährlich erkranken ca. 69.000 Frauen und Männer an Brustkrebs. Wie geht das Leben mit dieser Nachricht weiter? Das Projekt FUCK IT – I’M ALIVE! gibt den Betroffenen eine Stimme. Eindrucksvolle Bilder und emotionale Interviews dokumentieren, dass die Porträtierten keine Opfer ihrer Krankheit sind, sondern KämpferInnen und Überlebende. Sie zeigen stolz, würdevoll und schön das (Über-)Leben. Ihre Stärke ist inspirierend und ermutigend, für Betroffene und Nicht-Betroffene. Die Idee zum Projekt entstand, als die Fotografin Iris Edinger ihrer erkrankten Freundin Marjorieth Sanmartin vorschlug, sie zu fotografieren. „Ihre Einstellung und ihr Lebenswille haben mich beeindruckt. Ich wollte ihr zeigen, wie schön sie ist, trotz des herben Einschnitts in ihrem Leben“, sagt Iris Edinger. Begeistert von der Idee und den Ergebnissen entwickelten Marjorieth Sanmartin und Iris Edinger daraus zusammen mit dem Designer Jazek Poralla das Kunstprojekt FUCK IT – I’M ALIVE! Marjorieth Sanmartin sprach andere PatientInnen an, die sich, zum Teil nach anfänglichem Zögern, auch vor die Kamera wagten. Das Resultat ist eine beeindruckende Porträtreihe, die Narben und sichtbare Merkmale der Therapie nicht versteckt, sondern die Schönheit und Würde der Betroffenen sichtbar macht und festhält. FUCK IT – I’M ALIVE! gibt den erkrankten Menschen die Möglichkeit, ihre Geschichte zu erzählen, sich selbst und ihre Stärke (wieder) zu entdecken. Die großformatigen Porträts und Video-Interviews sind jetzt erstmals in einer Ausstellung Anfang Juli im FOU ZOO in Düsseldorf zu sehen. Auch der Ausstellungsort erfährt eine Premiere: FOU ZOO ist ein neuer Off-Space im Düsseldorfer Zooviertel und Heimat unterschiedlicher Kreativagenturen sowie des Künstlerkollektivs Labour Fou. FUCK IT – I’M ALIVE! ist die erste Ausstellung in diesen Räumlichkeiten. Der geplante Termin Mitte März musste wegen der Covid-19-Pandemie abgesagt werden. Der neue Termin findet nun unter den aktuellen Sicherheitsvorgaben statt. Weitere Orte sollen folgen: „Wir möchten möglichst viele Betroffene und ihren Weg, mit dem Krebs klarzukommen, zeigen. Wir helfen damit den Porträtierten, ihre Geschichte zu erzählen und damit abzuschließen. Und wir ermutigen Menschen, die in einer ähnlichen Situation sind, nicht aufzugeben.“ so die Fotografin Iris Edinger.
(Pressetext: Marjorieth Sanmartin, Iris Edinger und Jazek Poralla)

Informationen

Um diese Vision realisieren zu können, hat das Team eine Crowdfunding Kampagne gestartet: https://www.gofundme.com/f/fiiaa

Website:

https://www.fi-ia.com

Social Media Kanälen:

https://www.facebook.com/fiiamalive
https://www.instagram.com/fuckitiamalive/

Kontakt:

Fotografin
Iris Edinger | Photography 0160 5347268 kontakt@iris-edinger.de

PR
Marjorieth Sanmartin 0151 24119537 marjorieth@me.com

Grafik
Jazek Poralla 0152 56614628 info@jazekporalla.de

Copyright:

Foto: Iris Edinger
abgebildete Person: Marjorieth Sanmartin

#Brustkrebs / Prinzessin uffm Bersch

Was tun, wenn die Diagnose Krebs ausgesprochen wurde – Krebs eine eigene Realität ist? Wir gehen zur Vorsorge, sind nervös, denken aber irgendwie: Der Kelch geht diesmal an uns vorüber. Gehen erleichtert nach Hause, wenn der Arzt sagt, bei Ihnen ist alles okay. Und dann BÄHHMMM, steht ein Verdacht im Raum, der sich nach einem Untersuchungsmarathon bestätigt. KREBS! ICH! EINE TATSACHE!

Nicole gibt auf ihrem Blog prinzessin-uffm-bersch.de, neben ihrer Geschichte anderen Frauen und Männern Raum für ihre Geschichten. So fühlt man sich auf der einen Seite nicht so alleine mit der Diagnose und auf der anderen Seite muss das auch einfach mal raus, man möchte zeigen: Ich bin noch da! Ich bin ganz hier bei mir.
Im November 2019 durfte ich meine Geschichte erzählen.

Wir brauchen Menschen wie Nicole, weil wir an manchen Kreuzungen unserer Erkrankung Vorbilder und Wegbegleiter brauchen, die uns Mut und Kraft mit auf dem Weg geben. Sie geht mit dem Thema Krebs an die Öffentlichkeit, da es ihr ein persönliches Anliegen ist, „den Tabuthemen Krebs und Behinderung mehr Akzeptanz in unserer Gesellschaft zukommen zu lassen.“

Ich möchte zeigen, dass das Leben mit einem behinderten Kind und nach Krebs, schön und wertvoll sein kann – auch für dich! Wenn du von Krebs betroffen sein solltest: ,,Hab Mut bei allem was du für dich angehen musst und wage es zu träumen und Wünsche zu äußern! Wenn dir deine alten Wege zu beschwerlich wurden – such dir neue. Meistens liegen sie bereits ungeahnt in dir. Da glaube ich ganz fest dran! Such dir gleichgesinnte Frauen mit denen du dich austauschen möchtest. Lerne den Krebs in dir zu verstehen. Bedenke bei allem – es geht alleine um dich und dein Leben!“

Nicole ist eine Privatperson, die keinerlei Nutzen aus ihrem Tun zieht. Auf ihrem Blog teilt sie offen, jedoch ohne Schockfotos oder in irgendeiner Art übergriffig zu sein, mit uns ihre Geschichte. Zudem teilt sie mit uns ihren großen Erfahrungsschatz über das Thema Brustkrebs, den sie sich über viele Jahre erarbeitet hat. Daraus resultieren viele nützliche Tipps unter der Rubrik Erste Hilfe. Genauso wie mein Arzt, vertritt Nicole die Meinung, dass nur eine aufgeklärte und mündige Patientin, eine für sich richtige Entscheidung treffen kann, so schwer sie auch sein mag. 

Ich bin nicht nur von Nicols Biografie und ihrem Leben beeindruckt, sondern auch von ihrer Lebenserfahrung, sowie von ihrer Unermüdlichkeit in der Auseinandersetzung mit dem Thema. Der Blog von Nicole ist sehr umfangreich. Jeder kann und darf für sich entscheiden, was nützlich für ihn ist. Ich jedenfalls danke Nicole für ihre Arbeit und freue mich, dass ich sie kennengelernt habe. 

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(1.) Gespräch mit Claudia.

Die New Yorker feiern ihre Feuerwehrmänner als DIE WAHREN HELDEN! Die sind auch wirklich cool. Für mich sind jedoch die wahren Heldinnen und Helden, die, die den Kampf gegen Krebs aufgenommen und ihren Kopf nicht in den Sand gesteckt haben. Sie haben sich den kleinen aggressiven und todbringenden Zellen gestellt oder tun es immer noch. Egal an welcher Kreuzung sie mit ihrer Erkrankung stehen, bieten sie Tag für Tag, ihrem Schicksal die Stirn.

Nachdem ich 2011 meine beiden Gehirn OP’s überlebt hatte, saß ich zu Hause und dachte, jetzt hast Du mit erhabenen Hauptes den Kampf der Kämpfe durch- und überlebt und was ist nu? NIX! Ein Freund meinte damals dazu, was hast Du denn erwartet? Ein Feuerwerk etwa? Ja, antwortete ich, dass größte überhaupt und eine Party und viele Geschenke dazu. Er schüttelte nur den Kopf, verdrehte die Augen und meinte, sei einfach froh, dass Du all das überlebt hast. Du hast ein Leben! Hab ich das?, fragte ich mich! Diese Aussage steht stellvertretend für viele Gesunde (Außenstehende: Eltern, Freunde, Lebenspartner, Gesellschaft), die so einen harten Kampf nie kämpfen mussten: Sei doch froh! Du lebst doch – oder?  Leider funktioniert der lineare Weg nur in den vielen TV-Krankenhausserien: Tumor raus, Wunde zu, Therapie und vielleicht noch eine Reha dazu und ab zurück ins Leben! Zack! Zack, wie am Fließband. Und bitte immer dabei lächeln, dankbar in die Kamera schauen und fröhlich sein. Schließlich wollen die anderen sehen: Es ist leicht zu schaffen! Leid hat da keinen Platz, das macht ihnen Angst.

Als ich letztes Jahr sehr viele Stunden in der Onkologie verbracht habe, dachte ich es wieder (und ignorierte in meinen Gedanken das Augenrollen des Freundes), ja dachte ich, wir alle hier haben eine Tapferkeitsmedaille, viele Feuerwerke und Geschenke verdient. Was wir hier leisten, das macht uns so schnell niemand nach! Wir sind Superhelden! Wir brauchen auch keine Siegertreppchen, schließlich wetteifern wir ja nicht. Wir haben alle Gold mit Auszeichnung verdient!

Ich traf mich mit der Heldin Claudia, die vor 10 Jahren ihre Diagnose Brustkrebs erhalten hatte und wollte von ihr wissen, wie sie es geschafft hat mit der Diagnose Brustkrebs umzugehen. Wie sie wieder ins Leben zurückgefunden hat. Mich interessierte weniger eine Beschreibung von dem, was sie alles zu bewältigen hatte (denn wir Betroffenen wissen alle, was die Therapien mit uns machen), sondern eher, was diese Krankheit mit ihr gemacht hat. Beim Gespräch saß ich einer lebensbejahenden, tiefgründigen und humorvollen Frau gegenüber.

Krebs kommt ja leider oft leise und völlig beschwerde- und schmerzfrei daher. Man entdeckt einen kleinen Knubbel, das Blutbild stimmt nicht so ganz oder in der Vorsorge gab es Auffälligkeiten. Und dann BÄHM!, man wird im Hier und Jetzt mit Leid und Tod konfrontiert! Muss zukunftsweisende Entscheidungen treffen. Wie war es für Dich, als Du die Diagnose erhalten hast? 

Für mich kam die Diagnose nicht wirklich überraschend, da ich durch meine Oma, Mutter und ältere Schwester erblich vorbelastet war und eigentlich immer mit der Angst gelebt habe. Meine Mutter verstarb an Brustkrebs, als ich nur 9 Jahre alt war.  Daher wusste ich, es kann mich treffen! Und ich wusste ungefähr, was auf mich zukommt, obwohl in meiner Kindheit alles andere als offen mit der Erkrankung umgegangen wurde.

Macht es das Wissen darüber besser? Denkt man nicht doch irgendwie, der Kelch geht an mir vorüber? 

Obwohl ich die Diagnose nach zahlreichen und jahrelangen anderen schweren Schicksalsschlägen bekam, ich quasi in Übung im Umgang mit schlechten Nachrichten und Zeiten hatte, war es natürlich ein Schock. Damals dachte ich und das war irgendwie auch ein Trost für mich, jetzt stößt mein Körper den letzten Rest an Scheiß ab und danach ist dann endlich gut. Ich will überleben, den Kampf aufnehmen.
Zusätzlich motiviert und gewissermaßen gezwungen zu kämpfen war ich, weil meine Tochter zu diesem Zeitpunkt erst 12 Jahre alt war. Ich wollte ihr das Schicksal ersparen, ihre Mama so früh zu verlieren, wie ich es damals erleiden musste. Deshalb betrafen alle meine Entscheidungen auch meine Tochter. Sie musste schließlich genauso mit den Konsequenzen leben, wie ich. Ich entschied mich für den schulmedizinischen Weg und ging diesen von den OP’s (insgesamt waren es 6), bis zur Beendigung aller Therapien ganz konsequent, stellte nichts infrage. Machte einfach, was mir gesagt wurde, egal wie schwer es war. Wie ein Schaf ging ich von OP zu OP, von Chemo zu Chemo, von Bestrahlung zu Bestrahlung.

Wie ist Dein Umfeld damit umgegangen? Bei mir war das nahe Umfeld, Freunde und Familie von meinen vielen Schicksalsschlägen davor, völlig entnervt und so gut wie nicht mehr vorhanden. Also entschied ich, die Chemo haut die vielleicht noch verbliebenen Krebszellen raus aus meinem Körper und ich meine toxischen Beziehungen aus meinem Leben. Das hat mir geholfen, mental besser mit der Situation umzugehen.

Mein Mann stürzte sich komplett in die Arbeit. Zu Hause organisierte er unseren Alltag und konzentrierte sich ansonsten auf seinen Beruf. Eine emotionale Unterstützung konnte er mir nicht geben und über meine Krebserkrankung reden war auch nicht möglich. Jeder litt für sich alleine: zu groß war die Gefahr, zu nah die Realität. So machte jeder seins. Meine zweite Schwester unterstützte mich. Sie übernachtete einige Tage bei uns, wenn ich Chemo hatte, sie war eine große Hilfe. Meine Tochter hatte mich in dieser Zeit sehr überrascht. Obwohl sie erst 12 Jahre alt war und bestimmt auch Angst vor meiner Erkrankung hatte, ging sie offen damit um. Ich habe auch nichts vor ihr verheimlicht oder meine Erkrankung vor ihr nicht versteckt. Sie hatte keine Scheu, mich im Krankenhaus zu besuchen und sich in mein Bett zu legen. Sie schaute sich meine Narben an und bei dem Abrasieren der Haare war sie selbstverständlich dabei. Aber es gab auch viele Tage, an denen sich meine Tochter von mir distanzierte, was mir sehr weh tat: die Hilflosigkeit auf beiden Seiten zu sehen, ihre und meine.

Was mich in der ganzen Zeit irre gemacht hat, waren die vielen Ratschläge, die ich erhalten habe. Unglaublich viele Menschen fühlten sich immer und immer wieder dazu ermuntert, mir zu sagen, wie es läuft. Den aggressivsten Zusammenstoß hatte ich mit einer früheren Nachbarin. Sie schrie mich zwei Tage vor meiner ersten Chemo-Infusion auf der Straße an und meinte: Du unterstützt die Pharmalobby, Du wirst schon sehen, was Du davon hast. Alle meine Freundinnen, die den Weg gegangen sind, sind tot.
Wie hast Du Deinen eigenen Weg durch den ganzen Wirrwarr von Vorsorge, Nachsorge, Maßnahmen, Therapien, Alternativtherapien, Heilversprechen und und und … gefunden? Letztendlich geht es ja auch immer um die Angst vor den Konsequenzen, die der eingeschlagene Weg mit sich bringt.

Der Krankenhausalltag war oft sehr gruselig, kühl und machte Angst, das steht außer Frage. Er besteht aus Ärzten, Blutergebnissen, Apparaten, Medikamenten, kranken Menschen, Tod und Hoffnung. Jedoch gab es für mich keine Alternative dazu. Ich fühlte mich während der Zeit der OP’s und Therapien fremdbestimmt. Ich funktionierte einfach nur. Zu Hause versuchte ich, soweit es ging, meine Würde zu erhalten. In kleinen Schritten meisterte ich Teile meines Alltages. Zudem hatte ich mir vorgenommen,  jeden Tag eine Sache zu machen, die mir guttat. So habe ich mich jeden Morgen schön gemacht, habe mir gesagt: lächle. Ich suchte mir ein schönes Tuch oder die Perücke für den Tag aus. Das tat mir gut. Gutgemeinte Ratschläge waren nicht immer hilfreich. Auch wollte ich später keine Prognosen über eine eventuelle Wiedererkrankung wissen.

Als ich die letzte Antikörpertherapie hatte, bekam ich große Panik, da ich dachte, jetzt habe ich gar keine Waffe mehr gegen mögliche Krebszellen am Start, keinen Arzt mehr, der mir die Verantwortung abnimmt. Keinen geschützten Raum mehr für mich, wo ich einfach nur sein kann. Zudem hatte ich das Gefühl, mein Körper war ein auseinander-gefallenes, kräftig geschütteltes Puzzle mit über 1000 Teilen. Was hast Du gemacht, als erst einmal alles vorbei war? 

Ja, mein Körper hatte sich verändert. Es fühlte sich an, als wenn man mir etwas aus einem Ganzen herausgeschnitten hat, und dann alles irgendwie schief zusammengewachsen war. Was auch physiologisch richtig gefühlt war. Eine Brustamputation führt zu Spannungen und Asymmetrie. Alles sitzt nicht mehr wirklich richtig, der Körper musste neue Wege finden, damit umzugehen. Und dabei habe ich ihn unterstützt. Ich gehe seitdem wöchentlich zur Lymphdrainage und regelmäßig zur Osteopathie. Ich fing mit regelmäßiger Bewegung an und achtete auf meine Ernährung. In der Zeit lernte ich, wieder langsam meinem Körper wieder zu vertrauen. Ich entdeckte dabei, dass meine Weiblichkeit wesentlich mehr ist, als nur Busen und Po. Mit jeder neu gewonnen Kraft habe ich Dinge gemacht, die ich immer schon machen wollte, aber vor der Diagnose nie getan habe oder mich nicht getraut habe. So bin ich z.B. nach Amerika gereist und habe andere neue Wege bestritten.

Was ich sehr schön finde, dass Du dem Krebs etwas Positives abgewinnen konntest!

Ich wollte die Erfahrungen positiv für mich und andere nutzen, ohne ständig über mein Schicksal und den Krebs reden zu müssen. Nach vorne schauen und mich wieder dem Leben zuwenden. Früher hatte ich schon von Klinikclowns gehört und gelesen. Das wollte ich endlich tun. Ohne Aufschub meldete ich mich bei der Clownschule Lorsbach in Hessen an. Das Leben hat mich gelehrt im Jetzt zu sein, nicht mehr alles auf morgen zu verschieben. In den zwei Jahren der Ausbildung machte ich für mich sehr wertvolle Erfahrungen und habe dort sehr viel über meinen Körper, meine Emotionen und über meinen Mut gelernt. In meine Figur Clownia kann ich alle meine Erfahrungen hineingeben. Eine große Freude entsteht jedes Mal bei mir, wenn ich Menschen ein Lächeln auf ihren Lippen zaubern kann bzw. in eine Herz-verbindende Beziehung mit ihnen komme.

Und bist Du heute in Deinem Leben angekommen?

Ja, ich bin mittlerweile in meinem (neuen) Leben angekommen. Ich arbeite wieder und übe etliche Freizeitbeschäftigungen aus, die mir Spaß machen. Ich lebe und spüre meinen Körper, meine Emotionen und mich selbst bewusster und habe keine Scheu mehr davor, aus der Normalität auszusteigen. Früher hat mich mein Leben immer wieder aus der Normalität heraus geworfen. Als Clownia kehre ich dieses ins Positive um.

Ich danke Dir für den schönen Nachmittag!

Kontakt:
Clownia:
 E-Mail // facebook

#30 Gedanken zum Tod. Ein Interview.

2016 habe ich an dem Projekt: 30 Gedanken zum Tod teilgenommen.

Das Projekt:

„Wer oder was ist der Tod?” Niemand kennt aus persönlicher Erfahrung eine Antwort auf diese Frage. Dennoch betrifft sie jeden, denn der Tod ist unausweichlich. Wir leben als endliche Wesen, ohne zu wissen, was uns am Ende und wann uns das Ende erwartet. Dem entspricht, dass viele, sehr verschiedene Antworten auf die Frage nach dem Tod existieren: persönlich-existentielle, religiöse, juristische, politische, medizinische u.a.m.

Das Diskursprojekt zeichnet „30 Gedanken zum Tod”, geäußert von sterbenden Menschen, Ärzten, Seelsorgern, Politikern, Juristen, Künstlern und anderen Personen auf und stellt sie als Videoclips zur Ansicht in die sozialen Netzwerke (Facebook, Twitter, Vimeo, Tumblr). Die 30 Gedanken richten sich somit an jedermann, indem sie zur Auseinandersetzung aufrufen und zum Antworten auf die Frage einladen: „Wer oder was ist für Dich der Tod?”

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Diskursprojekt möchte dazu beitragen, dass öffentlich über den Tod in einer freien und zugleich einer demokratischen Art und Weise debattiert wird. Es geht darum, Erfahrungen und Expertisen zum Ausdruck und zur Geltung zu bringen, die für den gesellschaftlichen Diskurs und für jede individuelle Person wichtig sein können. Es ist das Ziel des Diskurses, die offene Ausbildung einer Haltung zur Endlichkeit des Lebens und einer Vorstellung vom Tod anzuregen.“

(Auszug von der Website: 30gedankenzumtod.de)

Alle Informationen zum Projekt: http://www.30gedankenzumtod.de