Und wieder zurück auf Anfang!

Irgendwie muss man beginnen, den ersten Schritt tun und keine Ausreden mehr zulassen. Ich hatte mir zu Beginn ein sehr ehrgeiziges Trainingsziel vorgenommen.

Das Ziel war, in der KW 29 pro Woche folgendes zu leisten:
3 x Power Walking (8, 10 und 12 km), gespickt mit Laufphasen:
je 15, 20, 15 Minuten Laufphase (aber erst nach der 15. Minuten Power Walking).
Ergänzend zum Lauftraining:
1 x Yoga
1 x Ergobike oder Crosstrainer (45 Min.)

In der 2. Trainingswoche musste ich meinen Plan bereits komplett neu überdenken. Ich war noch in der Antikörpertherapie und hatte vieles einfach nicht bedacht. In der darauffolgenden Woche kam die Hitze und ich musste wieder neue Entscheidungen treffen. Zudem habe ich festgestellt, dass neue Wege (Strecken) neurologisch schwer umzusetzen sind. Das hört sich jetzt ein wenig behindert an, aber ich habe mir wohl unterbewusst eine Strategie fürs Laufen angeeignet, die mir im Alltag schon gar nicht mehr auffällt. Ich merke es nur, wenn ich in einer anderen Stadt bin (also neue Wege gehen muss) oder einen schlechten Tag habe, denn dann gerate ich aus dem Takt und fange an zu schwanken und zu stolpern. Daher habe ich beschlossen, erst einmal nur im Park zu trainieren und immer wieder die gleiche Strecke zu laufen. Wenn ich diese Strecke komplett joggen kann, dann erweitere ich meine Strecke. Der Plan geht auf. In der KW 29 habe ich zwar mein gestecktes Lauf- /Streckenziel absolut nicht erreicht. Dafür habe ich jedoch einen machbaren Anfang für mich gefunden und letzte Woche folgendes geschafft:

Ich bin 3 x  30 Minuten durch den Park gelaufen und gewalkt (Im Wechsel. Allerdings laufe ich mehr als 50% der Strecke am Stück. Ich bin auch kein Elefant mehr, sondern habe einen leichten Laufstil gefunden), anschließend 30 Minuten Yogaübungen, speziell für den Rücken, damit er sich nicht wieder verhakt,
2  x  30 Minuten / 10 km Rad fahren,
1 x 60 Minuten Yoga.

Sollte es fürs Laufen zu heiß sein, gehe ich schwimmen.

Ich glaube, ich kann ein klein wenig stolz auf mich sein. Ich habe nach dem Desaster in der zweiten Woche, nicht die Flinte ins Korn geworfen, sondern einen Weg gesucht, der für mich gut umsetzbar und machbar ist.

Lieber Guido, ich danke Dir von Herzen, dass Du mir immer harte Ansagen gemacht hast, als ich die vielen Ausreden vorgetragen hatte, um nicht zu laufen!!