OM GAM GANAPATAYE NAMAHA

Worüber ich mich persönlich sehr amüsiere, ist, dass ich mich für das professionelle Laufen entschieden habe  und auch wirklich den Ansporn und Willen hatte, mit professionellem Training die 10 km bei einem Marathon zu laufen, jedoch darüber zum Yoga gekommen bin. Yoga sollte nur ein sportlicher Ausgleich sein, aber es ist genau umgekehrt. Ich mache hauptsächlich Yin Yoga und zum Ausgleich walke und laufe ich.

Worte sind für mich schon immer Macht gewesen. Mit Worten gestalte ich meine Welt. Zudem gehören Legenden und Geschichten einfach zu meinem Leben. Ohne Bücher wäre ich verloren. Jetzt komme ich wieder als Kopfmensch daher. Aber man muss sich selbst ja auch in seinem eigenen Fitnessprogramm unterbringen. Aus diesem Grund liebe ich es beim Yoga, wenn bei Übungsstunden Affirmationen eingebaut werden, sie an einem Ritual anknüpfen oder ein Thema haben, wie bei einer meiner Yin Yoga  Übung zum Jahresanfang:

OM GAM GANAPATAYE NAMAHA
… gehe Neues beherzt an!

In dieser Übungsstunde bitten wir den Elefantengott Ganesha um seinen Beistand. Ein wunderschöner hinduistischer Brauch. Denn an Ganesha können wir uns bei jedem noch so kleinen oder großen Neuanfang wenden. Egal ob wir nur einen guten Tag brauchen oder seine Unterstützung für unseren neu eingeschlagenen Weg benötigen. Oder eben, wie ich, einfach nur einen gelungen Start ins Neue Jahr. So verschieden die Menschen sind, so unterschiedlich sind die Wünsche. Ganesha ist unermüdlich, der freundliche, verspielte, humorvolle, menschliche, vernaschte, kluge, gütige und schelmische Gott unterstützt uns bei all unseren guten Vorhaben. Klar, dass er zu den populärsten Göttern außerhalb Indiens gehört.

Ich verneige ich mich immer wieder sehr gerne vor Ganesha, dem Gott des Neuanfangs.